Wie geht Familienaufstellung
mrs 5. Februar 2010
Für sein persönliches Anliegen sucht der Klient Stellvertreter für bestimmte Familienmitglieder aus und stellt sie im Raum auf. Das Phänomen bei dieser Arbeit ist, dass die Stellvertreter während der Aufstellung die Gefühle der Personen wahrnehmen, für die sie stell-vertretend stehen – auch wenn sie sie nicht kennen. Dabei ist alles möglich: Liebe, Freude, Trauer, Hass, Wut, Scham – die gesamte Palette menschlicher Gefühle. Die Stellvertreter drücken diese Gefühle körperlich aus, sodass im Raum eine Bewegung entsteht. Diese „Bewegungen der Seele“ zeigen ein Beziehungsbild des Familiensystems – die unsichtbar wirkenden Dynamiken hinter unserem Alltagserleben: das, worum es in Wirklichkeit geht.
Als Aufsteller stehen wir im Dienst des jeweiligen Systems, greifen so wenig wie möglich ein und lassen der „Bewegung der Seele“ Raum für ihre Entfaltung. An Stellen, wo es nötig ist, interveniere ich, damit die Bewegung weiter fliessen kann: Ausgeschlossene werden wieder ins System hineingenommen, Verstrickungen werden gelöst; andere finden ihren „guten“ Platz, und Gefühle von Wut, Trauer, Scham dürfen sich auflösen. Vergangenes darf gewesen sein und verabschiedet werden, damit die Energie im System wieder frei wird.
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